Es kam, wie es kommen musste. Nachdem alle Tenniswortwitze durchgespielt sind, ist der Stromausfall noch lange nicht vergessen. Im Comedyfach wird er wohl noch eine Weile durchgekegelt. Auch Kabarettist Dieter Nuhr lässt sich aus aktuellem Anlass einen Seitenhieb auf die Hauptstadt und ihre kritische Infrastruktur nicht nehmen.
Den Hinweis auf seine aktuelle Sendung garniert Nuhr auf seinen Social-Media-Kanälen mit diesem Gag: „Zu Fuß unterwegs zur Sendung durch das schöne Berlin. Hoffentlich gibt es auch heute Abend noch Strom! ‚Nuhr im Ersten‘ kommt um 22.50 Uhr.“
Dazu ein Foto des 65-Jährigen vor einem mit Graffiti beschmierten Hauseingang – ja, kann es schöner werden? Vermutlich nicht. Immerhin lächelt der Comedian, der ja schon von Berufs wegen seinen Humor nicht verlieren darf.
Die Kabarettsendung „Nuhr im Ersten“ wird seit zwei Jahren im RBB-Fernsehzentrum an der Masurenallee aufgezeichnet. Nuhr selbst kommt aus dem nordrhein-westfälischen Wesel, später wuchs er in Düsseldorf auf. Heute lebt und arbeitet er in Düsseldorf, Berlin und auf Ibiza.
Die deutsche Hauptstadt und vor allem der hier ansässige Politikbetrieb verleiten Nuhr immer wieder zu Scherzen. Kein Wunder, liefert die Stadt für Satiriker wie ihn doch unablässig Steilvorlagen. So machte er sich in seinen Programmen beispielsweise über Eltern mit Lastenrädern in der Stadt lustig: „Den Klimawandel stoppen die damit nicht.“ Eine Fahrt mit der Berliner U-Bahn mündete in dieser Bemerkung: „Dort sitzen sowohl das Chanel-Täschchen und jene, die die Tasche öffnen können.“


