Der Co-Vorsitzende der AfD in Baden-Württemberg, Markus Frohnmaier, ist bei der ZDF-Polittalkshow „Markus Lanz“ am Donnerstagabend mehrfach mit dem Moderator aneinandergeraten. Zwischen dem Moderator und dem AfD-Politiker kam es zu hitzigen Diskussionen über den Iran-Krieg sowie, das Verhältnis der AfD zur MAGA-Bewegung und die erste Strophe des Deutschlandliedes.
Kern der Auseinandersetzung war zunächst der Krieg im Iran. Frohnmaier sprach von „präzisen Schlägen“ der US-Streitkräfte, woraufhin Lanz sofort widersprach und an die Zerstörung einer iranischen Mädchenschule erinnerte.
Frohnmaier wechselte daraufhin die Perspektive und verwies auf die Bedrohung durch das iranische Regime für Nachbarländer. Lanz stellte klar: „Ich verniedliche hier gar nichts!“
Lanz wettert gegen Frohnmaier: „Das ist doch Quatsch“
Als Lanz direkt fragte, ob es sich bei den Angriffen um Kriegsverbrechen handele, wich Frohnmaier aus: „Wenn Sie zivile Infrastruktur zerstören, dann handelt es sich um Kriegsverbrechen“. Erst auf weiteres Nachhaken räumte er ein, dass man bei der Bewertung „konsequent sein“ müsse – auch gegenüber der US-Seite.
Einen zweiten Konfliktherd eröffnete Lanz, als er Frohnmaier mit einer Aussage konfrontierte, die dieser bei einem Gala-Dinner der „jungen Republikaner“ in New York getätigt haben soll: „Die Tage, an denen wir uns für unser Erbe entschuldigt haben, sind vorbei“. Frohnmaier antwortete auf die Nachfrage von Lanz: „Es ist ja mittlerweile so, dass man (...) sich dafür rechtfertigen muss, wenn man einen positiven Bezug zum eigenen Land hat.“ Moderator Lanz widersprach klar: „Das ist doch Quatsch, Herr Frohnmaier!“
Auf eine erneute Nachfrage führte Frohnamier an, „alte weiße Männer“ müssten sich heute dafür entschuldigen, „dass sie alt sind und weiße Männer sind“. Lanz wies das als „Kulturkampf-Quatsch“ zurück.


