Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg haben bislang 467 Geschädigte einen Antrag auf Entschädigung beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt gestellt. Wie eine Sprecherin der Behörde mitteilte, werden weiterhin zahlreiche Betroffene und deren Angehörige betreut.
Rund 170 Personen nahmen demnach Sofort- und Akut-Hilfe in Traumaambulanzen in Anspruch. Darüber hinaus seien bereits Entschädigungszahlungen bewilligt worden. Die monatliche Leistung beläuft sich laut Landesverwaltungsamt in den meisten Fällen auf etwa 430 Euro.
Anträge auf Entschädigung können weiterhin gestellt werden
Die Behörde wies ausdrücklich darauf hin, dass Unterstützungsleistungen nach wie vor beantragt werden können. Betroffene hätten die Möglichkeit, über das landeseigene Terminportal ein persönliches Beratungsgespräch zu vereinbaren. Damit will das Landesverwaltungsamt sicherstellen, dass auch Geschädigte erreicht werden, die bislang noch keinen Antrag gestellt haben.
Am 20. Dezember 2024 fährt der damals 50 Jahre alte Taleb al-Abdulmohsen mit einem 340 PS starken Mietwagen über den Magdeburger Weihnachtsmarkt. Seine Fahrt dauert laut Generalstaatsanwaltschaft Naumburg eine Minute und vier Sekunden. Mit bis zu 48 km/h pro Stunde ist er zwischen Marktbuden unterwegs, Tempo 27 wurde als Durchschnittsgeschwindigkeit ermittelt. Sechs Menschen sterben, über 300 werden verletzt.


