Mexiko hat der Entsendung von 10.000 Soldaten an die US-mexikanische Grenze im Austausch für eine einmonatige Verschiebung der von Präsident Donald Trump angedrohten Zölle zugestimmt, sagte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum am Montag.
Sheinbaum machte die Ankündigung am Montagmorgen in den sozialen Medien, etwa zwölf Stunden bevor die Zölle in Kraft treten sollten. Trump und Sheinbaum sprachen am Montag miteinander und einigten sich darauf, dass Mexiko mehr tun werde, um den Drogenhandel in die USA zu bekämpfen, und dass die USA ihre Bemühungen verstärken werden, den Zustrom von Schusswaffen nach Mexiko zu unterbinden.
Trump bestätigte das Abkommen in einem eigenen Post auf Truth Social und beschrieb das Telefonat mit Sheinbaum als ein „sehr freundliches Gespräch“.
I just spoke with President Claudia Sheinbaum of Mexico. It was a very friendly conversation wherein she agreed to immediately supply 10,000 Mexican Soldiers on the Border separating Mexico and the United States. These soldiers will be specifically designated to stop the flow of…
— Donald J. Trump Posts From His Truth Social (@TrumpDailyPosts) February 3, 2025
Mexiko will Drogenschmuggel eindämmen - USA den Schwarzmarkt für Waffen
„Mexiko wird die Nordgrenze sofort mit 10.000 Mitgliedern der Nationalgarde verstärken, um den Drogenschmuggel von Mexiko in die Vereinigten Staaten, insbesondere Fentanyl, zu stoppen“, postete Sheinbaum auf X. „Die Vereinigten Staaten verpflichten sich, daran zu arbeiten, den Schmuggel von Hochleistungswaffen nach Mexiko zu stoppen.“ Die mexikanische Präsidentin fügte hinzu, dass die beiden Länder die Gespräche über Sicherheit und Handel fortsetzen würden und dass „die Zölle ab jetzt für einen Monat ausgesetzt werden“.
Die Aussetzung verschärfte das Drama, da Trumps Zölle gegen Kanada und China immer noch am Dienstag in Kraft treten sollen. Es besteht weiterhin Unsicherheit über die Dauerhaftigkeit jeglicher Abkommen und darüber, ob die Zölle ein Vorbote eines umfassenderen Handelskriegs sind, da Trump weitere Importzölle angekündigt hat.
Mexiko, Kanada und China drohten mit Vergeltungszöllen
Mexiko, Kanada und China hatten Gegenmaßnahmen gegen Trumps Vorhaben angekündigt. Kanada reagierte sogleich mit Vergeltungszöllen. Ab Dienstag sollen Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Waren aus den USA eingeführt werden, kündigte Ministerpräsident Justin Trudeau am Abend bei einer Pressekonferenz an. Auch Mexikos Präsidentin Sheinbaum drohte mit Gegenzöllen, was nach der Einigung mit Trump nun aber hinfällig ist.
Auch China kündigte „entsprechende Gegenmaßnahmen“ an. Zudem werde man eine Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) einreichen, um die Rechte und Interessen Chinas zu schützen, teilte ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums mit. China kritisierte die Strafzölle der USA aufs Schärfste. Ob es sich bei den angekündigten Gegenmaßnahmen um Gegenzölle handelt, ließ das Handelsministerium offen.
In einem „Handels- oder Zollkrieg“ gebe es „keine Gewinner“, erklärte das chinesische Außenministerium am Sonntag. Die zusätzlichen Zölle in Höhe von zehn Prozent würden sich „unweigerlich auf die künftige bilaterale Zusammenarbeit bei der Drogenkontrolle“ auswirken und dieser „schaden“.
Sostuvimos una buena conversación con el presidente Trump con mucho respeto a nuestra relación y la soberanía; llegamos a una serie de acuerdos:
— Claudia Sheinbaum Pardo (@Claudiashein) February 3, 2025
1.México reforzará la frontera norte con 10 mil elementos de la Guardia Nacional de forma inmediata, para evitar el tráfico de drogas…

