Kopfgeld

USA setzen 10 Millionen Dollar Belohnung für Hinweise auf iranische Führer aus

Das US-Außenministerium nimmt iranische Spitzenfunktionäre und Revolutionsgarden ins Visier. Auch auf den neuen Obersten Führer wurde ein Kopfgeld ausgesetzt.

Modschtaba Chamenei, der neue Oberste Führer des Iran im Jahr 2019
Modschtaba Chamenei, der neue Oberste Führer des Iran im Jahr 2019Vahid Salemi/AP

Die Vereinigten Staten haben hohe Belohnungen für Hinweise auf iranische Führer ausgesetzt. Das gab das US-Außenministerium am Freitag bekannt. In einem Beitrag auf X des sogenannten „Rewards-for-Justice-Programms“ wurden teils die Namen und Bilder von zehn Menschen veröffentlicht, die das Außenministerium mit der iranischen Führung in Verbindung setzt. Darunter befindet sich auch der neue Oberste Führer Modschtaba Chamenei. Für verwertbare Hinweise winkt eine Belohnung von bis zu zehn Millionen Dollar.

Die Mitteilung listet neben Chamenei auch Ali Asghar Hejazi, den stellvertretenden Stabschef seines getöteten Vaters, sowie den hochrangigen Sicherheitsfunktionär Ali Larijani auf. Ebenfalls auf der Liste stehen Yahya Rahim Safavi, ein ranghoher Militärberater des Obersten Führers, Innenminister Eskandar Momeni und Geheimdienstminister Esmail Khatib.

Darüber hinaus werden auf dem Banner vier weitere Positionen ohne namentliche Nennung aufgeführt: der Sekretär des Obersten Verteidigungsrats, der Leiter des Militärbüros des Obersten Führers, der Oberbefehlshaber der Islamischen Revolutionsgarden sowie ein Berater des Obersten Führers.

Revolutionsgarden als globale Bedrohung eingestuft

Laut der Mitteilung werden die Gesuchten als zentrale Führungsfiguren beschrieben, die verschiedene Zweige der Iranischen Revolutionsgarden befehligen. Die Revolutionsgarden seien demnach für die „Planung, Organisation und Durchführung von terroristischen Operationen weltweit“ verantwortlich.

Das US-Außenministerium fordert Adressaten, die über Informationen zu den genannten Funktionären, hochrangigen iranischen Kommandeuren oder deren angeschlossenen Netzwerken verfügen, nun auf, sich über verschlüsselte Nachrichtendienste oder einen Kommunikationskanal im Tor-Netzwerk zu melden. Neben der Belohnung werde Informanten möglicherweise auch ein Umzug ermöglicht.

Das „Rewards-for-Justice-Programm“ ist ein seit Jahrzehnten bestehendes Instrument des US-Außenministeriums, mit dem Informationen über Personen eingeholt werden, die als Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten gelten.