Militärische Spannungen

Russische Bomber vor Alaska: US-Kampfjets steigen zum Abfangmanöver auf

Mehrere russische Militärflugzeuge sind in die Luftverteidigungszone vor Alaska eingedrungen. Das US-Militär reagierte mit einem größeren Abfangeinsatz.

Ein russischer strategischen Bomber und Raketenträger Tu-95 MS
Ein russischer strategischen Bomber und Raketenträger Tu-95 MSYuri Kochetkov/epa/dpa

Wegen des Auftauchens mehrerer russischer Militärflugzeuge in der Luftverteidigungs-Identifikationszone vor dem US-Bundesstaat Alaska sind Kampfjets der nordamerikanischen Luftverteidigung aufgestiegen, um die Maschinen zu identifizieren und aus der Zone zu begleiten. Das teilte das North American Aerospace Defense Command (Norad) am Freitag in einer Erklärung mit.

Demnach waren zwei russische Langstreckenbomber vom Typ Tupolew Tu-95 sowie zwei Su-35-Kampfjets und ein A-50-Luftraumaufklärer in der sogenannten Alaskan Air Defense Identification Zone (ADIZ) entdeckt worden. Die Region gilt als Pufferzone im internationalen Luftraum entlang der Küste Alaskas, in der sich Maschinen zur Gewährleistung der Sicherheit melden müssen.

Norad mobilisiert Kampfjets und Aufklärer

Als Reaktion schickte Norad Kampfjets der Typen F-16 und F-35 sowie ein Frühwarnflugzeug vom Typ E-3 und mehrere Tankflugzeuge vom Typ KC-135 in die Luft. Diese begleiteten die russischen Maschinen, bis sie die Zone wieder verlassen hatten. Laut Norad blieben die russischen Flugzeuge durchgängig im internationalen Luftraum und verletzten nicht den Hoheitsbereich der Vereinigten Staaten oder Kanadas.

Auch US-Medien bestätigen den Einsatz: Kampfjets seien „ausgelöst worden, um russische Bomber und Kampfflugzeuge zu identifizieren und zu begleiten“, berichteten mehrere US-Nachrichtendienste unter Berufung auf Norad und Angehörige des Pentagons.

Norad betonte, Vorstöße russischer Militärflugzeuge in die Alaskan ADIZ kämen regelmäßig vor und würden nicht als unmittelbare Bedrohung gewertet. Sie dienten vielmehr der Überprüfung der Reaktionsfähigkeit nordamerikanischer Luftabwehrkräfte, erklärten Fachleute.