Am Theater des Westens in Berlin-Charlottenburg ist ein Gedenkort für die plötzlich verstorbene Rosenstolz-Sängerin Anna R. entstanden. An der Fassade des Hauses wurde ein Foto der Sängerin angebracht, einige Fans hatten bereits Blumen, Briefe und Kerzen niedergelegt. „Wir hatten das Gefühl, dass man vielleicht ein Zeichen setzen kann“, sagte Roberto Monden, Manager der Band.
Die Verbindung mit dem Theater geht auf einen Auftritt im Jahr 1997 zurück. Für Rosenstolz war es laut Monden ein entscheidendes Konzert. Es sei für die damals noch junge Band eine große Ehre gewesen, dass sie die Bühne nutzen durfte. „Rosenstolz kam aus dem Untergrund, und plötzlich sind sie im Theater des Westens – ein Haus mit einem riesigen Ruf“, sagte Monden. Dieser Schritt habe die Band weitergeführt und zum späteren Erfolg beigetragen.
Todesursache von Anna R. noch unklar
Anna R. war im Alter von 55 Jahren gestorben. Sie wurde am Sonntagabend tot in ihrer Wohnung in der Grünberger Straße in Friedrichshain gefunden. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren zur Todesursache eingeleitet. Zum Schluss lebte Andrea Neuenhofen, wie sie bürgerlich hieß, offenbar zurückgezogen in ihrer Wohnung am Boxhagener Platz – nur mit ihrem Hund. Ihr Mann Nilo Neuenhofen war zwei Jahre vor ihr gestorben. Wie die Bild schreibt, an Leberzirrhose.
Als Todesursache von Anna R. gilt eine Erkrankung als wahrscheinlich, heißt es aus Ermittlerkreisen. Suizid und ein Fremdverschulden gelten als ausgeschlossen, heißt es aus Ermittlerkreisen. Auch auf eine Überdosis Drogen deute im Moment nichts hin. Eine Obduktion soll am Dienstag Aufschluss über die Todesursache geben.


