Der Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) hat in einem Interview über das Thema Arbeit gesprochen. Frei sagte der Bild-Zeitung: „Wir alle müssen aufpassen, dass wir vor lauter Work-Life-Balance nicht die Arbeit aus dem Blick verlieren.“
Es gebe viele Menschen in Deutschland, die „sehr leistungsstark sind und sich reinhängen“. Doch die Pro-Kopf-Arbeitszeit der Deutschen sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach unten gegangen. Darüber müsse man sich Gedanken machen, wenn über das Wirtschaftswachstum geredet werde.
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Im Koalitionsvertrag stehe, dass mehr Arbeit auch belohnt werden solle, betonte Frei. Als Beispiele nannte er die Steuerfreiheit der Überstundenzuschläge oder die Aktivrente. „Wenn jemand, der das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht hat, trotzdem weiter arbeitet, freiwillig, soll er die ersten 2000 Euro im Monat steuerfrei behalten können.“
Zu jungen Leute, denen eine Work-Life-Balance häufig wichtiger sei, sagte er: „Ich bin weit davon entfernt, anderen erklären zu wollen, wie sie ihr Leben führen sollen.“ Jeder könne so leben, wie es den eigenen Bedürfnissen entspreche – allerdings nicht auf Kosten anderer. „Und das bedeutet für mich beispielsweise beim Thema neue Grundsicherung, dass diejenigen, die arbeiten können und gesund sind (...), für dieses Einkommen auch arbeiten müssen“, erklärte Frei.


