Oberspreewald-Lausitz

Stichwahl in Brandenburg: CDU-Kandidat Erbert gewinnt vor AfD-Kandidatin

Die Stichwahl im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist entschieden: Alexander Erbert von der CDU konnte doie Mehrheit der Stimmen erreichen.

Alexander Erbert
Alexander Erbertdpa

Bei der Stichwahl um das Landratsamt im brandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz hat sich Gesundheitsdezernent Alexander Erbert (CDU) durchgesetzt. Er erhielt nach dem vorläufigen Endergebnis 53,4 Prozent der Stimmen, wie der Landkreis mitteilte. Seine Mitbewerberin Antje Ruhland-Führer (AfD), die während der Auszählung auch eine Zeit lang vorn lag, kam am Ende auf 46,6 Prozent.

„Auch wenn unsere Kandidatin Antje Ruhland-Führer den Landratsposten trotz eines engagierten Wahlkampfes nicht erringen konnte, zeigt das Ergebnis eines ganz klar: Wir wachsen von Wahl zu Wahl“, kommentierte der Landesvorsitzende der AfD-Brandenburg, René Springer, das Ergebnis.

Die Wahlbeteiligung lag laut Landkreis bei 45,2 Prozent. Erbert folgt auf den bisherigen Landrat Siegurd Heinze (parteilos), der nach 16 Jahren im Amt nicht erneut angetreten war. Die Wahl wurde mit besonderem Interesse verfolgt, da die AfD in Brandenburg die Chance hatte, erstmals einen Landrat zu stellen.

Da im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreichen konnte, entschieden die Wähler in einer zweiten Runde über das Amt des Landrats.

In der Stichwahl traten Gesundheitsdezernent Alexander Erbert (CDU) und Anwältin Antje Ruhland-Führer (AfD) gegeneinander an. Erbert hatte in der ersten Runde 48,8 Prozent der Stimmen erhalten, Ruhland-Führer lag bei 43,6 Prozent.

Wahlbeteiligung wichtig bei Landratswahl

Der dritte Bewerber, Evgeni Kivman von der Tierschutzpartei, schied mit 7,6 Prozent aus dem Rennen aus. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,4 Prozent. Amtsinhaber Siegurd Heinze (parteilos) war nach 16 Jahren im Amt nicht erneut angetreten.

Um die Stichwahl am Sonntag zu gewinnen, musste einer der Kandidaten die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erreichen - also mehr als 50 Prozent. Darüber hinaus musste ein sogenanntes Quorum erfüllt werden. Der Wahlsieger musste von mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten gewählt werden. Deshalb war vor allem der Blick auf die Wahlbeteiligung wichtig. Wäre diese zu gering ausgefallen, hätte die Landratswahl am Quorum scheitern können. In diesem Fall wird der Landrat vom Kreistag gewählt.

Im Kreistag von Oberspreewald-Lausitz sind folgende Parteien vertreten: AfD, CDU/FWB/FDP, SPD, die Linke, die Grünen/Tierschutzpartei, Freie Wähler/SFB sowie die der Verein „Heimat & Zukunft“.

Die Landratswahl in Oberspreewald-Lausitz ist die erste von insgesamt sechs Landratswahlen in Brandenburg in diesem Jahr. In den kommenden Monaten folgen weitere Wahlen unter anderem in den Landkreisen Elbe-Elster, Spree-Neiße, Barnim, Uckermark und Ostprignitz-Ruppin.