In Deutschland sind mittlerweile knapp zwei Millionen Menschen mit einem hohen Bildungsabschluss von Armut bedroht. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die auf Anfrage der Partei BSW veröffentlicht wurden.
Demnach ist die Arbeitslosenquote unter Hochschulabsolventen von 2,2 auf 3,3 Prozent gestiegen – ein Anstieg um rund die Hälfte. Ein akademischer Abschluss schützt damit zunehmend weniger vor wirtschaftlicher Unsicherheit.
Armutsrisiko weiter vom Bildungsniveau abhängig
Dennoch bleibt das Armutsrisiko stark vom Bildungsniveau abhängig: Menschen mit einem niedrigen Bildungsabschluss sind laut den Daten des Statistischen Bundesamtes nach wie vor deutlich häufiger von Armut betroffen als Akademiker. Der Abstand zwischen den Bildungsgruppen ist weiterhin erheblich.
Die Zahlen werfen Fragen über die wirtschaftliche Lage von Fachkräften in Deutschland auf. Während ein Studium lange als verlässlicher Garant für finanzielle Absicherung galt, zeigt die wachsende Zahl armutsgefährdeter Akademiker, dass sich diese Annahme zunehmend relativiert.


