In den USA ist erstmals eine Infektion eines Menschen mit dem Vogelgrippe-Subtyp H5N5 bestätigt worden. Wie das Gesundheitsministerium des Bundesstaats Washington mitteilte, wurde ein älterer Mann Anfang November mit grippeähnlichen Beschwerden ins Krankenhaus eingeliefert und später positiv auf H5N5 getestet. Zuvor war dieser Virusstamm ausschließlich bei Tieren nachgewiesen worden. Die Behörden betonen, das Risiko für die Allgemeinbevölkerung bleibe weiterhin gering.
Der Mann hielt eigenen Angaben zufolge Hausgeflügel, das Kontakt zu Wildvögeln gehabt haben soll. Die Gesundheitsbehörden vermuten daher eine direkte Übertragung vom Tier auf den Menschen. Der Fall reiht sich ein in insgesamt 71 bekannte Vogelgrippe-Infektionen beim Menschen in den USA, wobei die meisten dem Subtyp H5N1 zugeordnet wurden. Dass nun erstmals H5N5 nachgewiesen wurde, lässt Fachleute aufmerksam hinschauen.
Neues Risiko oder Einzelfall?
Laut der US-Seuchenbehörde CDC gibt es derzeit keine Hinweise auf eine effiziente Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Dennoch beobachten Experten die Entwicklung genau, da Influenzaviren in Tierpopulationen mutieren können und so neue Risiken entstehen. Die Symptome beim bestätigten Patienten entsprechen klassischen Influenza-Beschwerden wie Fieber, Husten oder Atemnot.
