Der Landtagsabgeordnete Matthias Lieschke ist nicht länger Teil der AfD-Fraktion. Das beschloss die Fraktion einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung zufolge mit 20 Ja-Stimmen. Eine Stimme gab es demnach gegen den Beschluss. Lieschke soll laut Mitteldeutscher Zeitung heimlich ein Parteitreffen mitgeschnitten haben.
Wie die Fraktionsgeschäftsführung mitteilte, war der Entscheidung eine ausführliche Aussprache vorausgegangen, in der Lieschke die Vorwürfe „in keiner Weise entkräften konnte“. Die Rede war von schwerem partei- und fraktionsschädigendem Verhalten.
Im Dezember des vergangenen Jahres hatte der Landesvorstand der AfD in Sachsen-Anhalt ein Parteiausschlussverfahren gegen Lieschke sowie gegen den Bundestagsabgeordneten Jan Wenzel Schmidt beschlossen. Wie der MDR berichtete, ging es dabei unter anderem darum, dass Schmidt mehreren Landtagsabgeordneten Vetternwirtschaft und die falsche Abrechnung von Dienstreisen vorgeworfen hatte.
