Nahost

Reisewarnung: Auswärtiges Amt rät dringend von Reisen nach Israel ab

Das Ministerium passt seine Reise- und Sicherheitshinweise für das Land an. Auch Polen, Frankreich und Großbritannien reagieren.

Das Auswärtige Amt rät von Reisen nach Israel ab.
Das Auswärtige Amt rät von Reisen nach Israel ab.IMAGO/Mostafa Alkharouf

Das Auswärtige Amt (AA) rät seit Freitag „dringend" von Reisen nach Israel sowie nach Ostjerusalem ab. Auf der Homepage des Ministeriums heißt es, Israel befinde sich weiterhin „formell im Kriegszustand". Die Anpassung der Reise- und Sicherheitshinweise erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen den USA und dem Iran.

Auslöser der verschärften Warnungen sind Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der einen militärischen Angriff auf den Iran nicht ausgeschlossen hat, um das Land am Bau einer Atombombe zu hindern. Ein solcher Angriff könnte nach Einschätzung von Beobachtern einen iranischen Gegenschlag gegen Israel nach sich ziehen.

Europäische Staaten verschärfen Sicherheitswarnungen

Deutschland steht mit seiner Warnung nicht allein: Mehrere europäische Staaten haben ihre Sicherheitshinweise für die Region ebenfalls deutlich verschärft. Das polnische Außenministerium in Warschau forderte seine Staatsbürger auf, den Iran, Israel und den Libanon umgehend zu verlassen. Zur Begründung verwies das Ministerium auf ein hohes Eskalationsrisiko. Zudem bestehe die Gefahr, dass der zivile Luftraum geschlossen werde, was eine Rückkehr unmöglich machen würde.

Frankreich riet seinen Bürgern von allen nicht notwendigen Reisen nach Israel und in die Palästinensergebiete ab – ausdrücklich einschließlich Tourismus- und Familienbesuchen. Auch das britische Außenministerium sprach eine entsprechende Warnung aus.

Die Lage im Nahen Osten bleibt damit angespannt. Die Reisewarnungen mehrerer europäischer Regierungen innerhalb kurzer Zeit verdeutlichen, wie ernst die Sicherheitslage derzeit eingeschätzt wird.