Löhne

Regionale Gespräche gescheitert: Tarifverhandlungen in Chemie- und Pharmaindustrie starten

Die Gewerkschaft für Bergbau, Chemie und Energie fordert höhere Löhne für etwa 585.000 Beschäftigte. Die Arbeitgeber lehnen das bislang ab.

Etwa 585.000 Beschäftigte sind von den Tarifverhandlungen in der Chemie- und Pharmaindustrie betroffen.
Etwa 585.000 Beschäftigte sind von den Tarifverhandlungen in der Chemie- und Pharmaindustrie betroffen.Jan Woitas/dpa

In der Chemie- und Pharmaindustrie beginnen an diesem Dienstag bundesweite Tarifverhandlungen. Die Gespräche zwischen Vertretern der Gewerkschaft IG BCE (Bergbau, Chemie, Energie) und des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC) sind auf zwei Tage angesetzt und betreffen etwa 585.000 Beschäftigte in ganz Deutschland. In den vergangenen Wochen waren regionale Tarifgespräche ohne Ergebnis geblieben.

„Es gibt immer noch massiven Nachholbedarf bei den Löhnen“, hatte IGBCE-Verhandlungsführer Oliver Heinrich gesagt. Die Gewerkschaft fordert höhere Einkommen für Tarifbeschäftigte und Auszubildende sowie Instrumente zur Beschäftigungssicherung. Eine konkrete Summe für die Lohnerhöhung nannte die Gewerkschaft nicht.

Die Arbeitgeber hatten die Forderungen zuletzt zurückgewiesen und sich für eine Nullrunde ausgesprochen. Man verwies dabei auf die angespannte Lage der Branche. Gemeinsames Ziel müsse sein, Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen. Das gelinge nur mit mehr Produktivität, nicht mit höheren Kosten, hatte Matthias Bürk vom BAVC mitgeteilt. Der aktuelle Tarifvertrag läuft Ende Februar aus. (mit dpa und AFP)