Die MDR-Produktion „Auf Fritzis Spuren – Wie war das so in der DDR?“ ist mit einem International Emmy ausgezeichnet worden. Die sechsteilige Serie, die den Alltag in der späten DDR für ein junges Publikum erzählt, setzte sich in New York in der Kategorie „Kids: Factual & Entertainment“ gegen Beiträge aus Brasilien, Großbritannien und Südafrika durch. Das berichtete die dpa.
Autor und Produzent Ralf Kukula zeigte sich in seiner Dankesrede sichtlich bewegt. Er erinnere sich selbst noch an die letzten Tage der DDR, sagte er: „36 Jahre später stehe ich hier und finde das absolut wahnsinnig.“ Ziel der Serie sei es gewesen, jungen Menschen zu vermitteln, „wie es war, als Deutschland das glücklichste Land der Welt war“ – ein Blick zurück, der heute wichtiger sei denn je.
Andere deutsche Produktion geht leer aus
Bei der Preisverleihung in Manhattan war eine zweite deutsche Serie im Rennen: Die ARD-Miniserie „Herrhausen – Der Herr des Geldes“, die das Attentat auf den früheren Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen beleuchtet, musste sich jedoch der britischen Produktion „Lost Boys & Fairies“ geschlagen geben. In der Königskategorie „beste Dramaserie“ gewann „Rivals“, ein Format über das Leben konservativer Adeliger im Großbritannien der 1980er-Jahre.
Auch in anderen Kategorien dominierte britische und internationale Konkurrenz. Der International Emmy für die beste Comedyserie ging an „Ludwig“, das künftig auch in Deutschland eine engere Verbindung hat: Das ZDF wird die zweite Staffel als Koproduzent begleiten. Als beste Dokumentation wurde „Hell Jumper“ ausgezeichnet – ein Film über einen britischen Freiwilligen, der im Ukraine-Krieg ums Leben kam.
