Polen

Polen: 16-jähriges „Genie“ betrieb Labor mit radioaktiven Stoffen

In einem Dorf in Polen entdeckte die Polizei ein Labor mit radioaktiven Stoffen. Die Identität der Person, die es betrieb, wirft Fragen auf.

Polnische Feuerwehrmänner in Schutzkleidung (Illustration).
Polnische Feuerwehrmänner in Schutzkleidung (Illustration).Depositphotos/Imago

Im Dorf Siedlec in Westpolen sind in der vergangenen Woche radioaktive Abfälle gefunden worden. Polizei und Feuerwehr eilten in das Gebiet, gaben jedoch bald Entwarnung: Ihre Messgeräte zeigten zwar Radioaktivität an, jedoch nicht in gefährlichen Mengen. Am heutigen Freitag gaben sie weitere Informationen bekannt, darunter auch, wer ihr Hauptverdächtiger ist.

Wie polnische Medien berichten, wurden in einem Raum, der wie ein Labor oder eine Werkstatt eingerichtet war, radioaktive Substanzen sowie verschiedene Geräte gefunden. Sie gehörten einem 16-jährigen Jungen. Die Polizei beschreibt ihn als „Chemie-Genie“, das schien, verschiedene Arten von Experimenten durchzuführen, obwohl die Polizei nicht mit Sicherheit sagen kann, zu welchem Zweck. Die Behörden sind sich jedoch sicher, dass der Jugendliche die Substanzen online bestellte und sich liefern ließ oder an Paketstationen abholte.

Aufgrund des Alters des Jungen wird ein Familiengericht die Ermittlungen leiten, um festzustellen, ob ein Verbrechen begangen wurde. Der Fall hat auch das Interesse des Inlandsgeheimdienstes geweckt: In einem der Zimmer des Teenagers wurden eine sowjetische und eine russische Flagge gefunden.