Ein neu entwickelter Wirkstoff könnte die Behandlung von Parodontitis grundlegend verändern. Forschende des Fraunhofer-Instituts haben eine Substanz identifiziert, die gezielt das Wachstum eines Bakteriums hemmt, das als einer der zentralen Auslöser der Erkrankung gilt. Anders als herkömmliche Mundspülungen oder Antiseptika tötet der Wirkstoff nicht die gesamte Mundflora ab.
Parodontitis entsteht, wenn sich Bakterien in Zahnbelägen am Zahnfleischrand vermehren und dort Entzündungen auslösen. Aus einer zunächst oberflächlichen Erkrankung kann sich eine chronische Entzündung entwickeln, die zum Rückgang des Zahnfleisches, zum Abbau des Kieferknochens und schließlich zu Zahnverlust führt. Zudem soll die Erkrankung systemische Leiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen.
Verbesserung der Gesundheit für Millionen Betroffene
Das Besondere an dem neuen Wirkstoff ist, dass er wachstumshemmend wirkt statt bakterientötend. Dadurch verlieren krankmachende Keime ihren Wettbewerbsvorteil, während gesunde Bakterien die Mundflora stabilisieren können.
