Tausende Übergriffe

Nach Tod eines Zugbegleiters: Bahn fordert Sicherheitsgipfel aller Beteiligten

Die Diskussion um die Sichereit des Bahnpersonal spitzt sich zu. Bahn-Chefin Evelyn Palla ruft zu in einem Sicherheitsgipfel mit allen Akteuren auf.

Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Evelyn Palla, fordert einen Sicherheitsgipfel für Zugbegleiter.
Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Evelyn Palla, fordert einen Sicherheitsgipfel für Zugbegleiter.Soeren Stache / dpa

Nach dem tödlichen Angriff auf den Zugbegleiter Serkan C. hat die Deutsche Bahn einen Sicherheitsgipfel angekündigt. DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla will Vertreter aus Politik, Gewerkschaften, Bundespolizei und der Bahnbranche an einen Tisch bringen, wie das Unternehmen mitteilte. Das Treffen soll zeitnah in Berlin stattfinden.

„Unser Kollege Serkan wurde Opfer sinnloser Gewalt – jetzt müssen wir handeln. Schluss mit den Angriffen auf Menschen, die für unsere Gesellschaft im Einsatz sind – ob in Uniform oder zivil.“, erklärte Palla. Der 36-jährige DB-Mitarbeiter war bei einer Kontrolle in einem Regionalzug in Rheinland-Pfalz attackiert worden und erlag seinen Verletzungen. Er hinterlässt zwei Kinder.

Palla fordert Ende der Gewalt gegen Bahnpersonal

Laut Bundespolizei werden jährlich mehr als 3000 Übergriffe auf Bahn-Beschäftigte registriert. Der Gipfel soll sowohl kurzfristige Maßnahmen als auch die langfristige Finanzierung von Sicherheitskräften im Nahverkehr klären.

Die Verkehrsminister der Länder kündigten zudem an, Ende März über den Schutz von Mitarbeitern zu beraten. Zuletzt hatte auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) einen Sondergipfel der Verkehrsminister für die Sicherheit der Bahnmitarbeiter gefordert.