Selbstmordversuch

Bewaffneter Mann vor CDU-Zentrale: Polizei nimmt Tatverdächtigen in Gewahrsam

Ein Mann drohte, sich vor dem Konrad-Adenauer-Haus, umzubringen. Rund 70 Beamte waren im Einsatz.

Die Polizei verhinderte einen Selbstmordversuch vor der CDU-Parteizentrale in Berlin.
Die Polizei verhinderte einen Selbstmordversuch vor der CDU-Parteizentrale in Berlin.Jens Kalaene / dpa

Ein mit einem Schwert bewaffneter Mann hat am Montagabend vor der CDU-Parteizentrale in Berlin-Tiergarten einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Ein 40 Jahre alter Mann hatte sich bei der Polizei gemeldet und angekündigt, sich das Leben zu nehmen. Außerdem verlangt er, mit Unionspolitikern sprechen zu wollen.

Daraufhin rückten nach Polizeiangaben rund 70 Einsatzkräfte zum Konrad-Adenauer-Haus aus und sperrten die Umgebung weiträumig ab. Gegen 18.30 Uhr gelang es Kräften des Spezialeinsatzkommandos schließlich, ihn zu überwältigen. Dabei wurde auch die Waffe des Mannes – ein Schwert – sichergestellt.

Die Ermittlungen wegen Bedrohung laufen

Der Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft wurde in Gewahrsam genommen. Laut Polizei gehe es ihm gut. Über das weitere Vorgehen wird zeitnah entschieden. Ebenfalls werde, wie die Polizei gegenüber der Berliner Zeitung bestätigte, gegen ihn wegen Bedrohung mit einer Waffe ermittelt.

Hilfe-Nummern
Ihre Gedanken hören nicht auf zu kreisen? Sie befinden sich in einer scheinbar ausweglosen Situation und spielen mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen? Wenn Sie sich nicht im Familien- oder Freundeskreis Hilfe suchen können oder möchten – hier finden Sie anonyme Beratungs- und Seelsorgeangebote:

Telefonseelsorge: Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erreichen Sie rund um die Uhr Mitarbeiter, mit denen Sie Ihre Sorgen und Ängste teilen können. Auch ein Gespräch via Chat ist bei der Telefonseelsorge möglich.

Berliner Krisendienst: Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg: 030 390 63 – 10, Charlottenburg-Wilmersdorf: 030 390 63 – 20, Spandau: 030 390 63 – 30, Pankow, Prenzlauer Berg, Weißensee: 030 390 63 – 40, Reinickendorf: 030 390 63 – 50, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg: 030 390 63 – 60, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf: 030 390 63 – 70, Treptow-Köpenick: 030 390 63 – 80, Neukölln: 030 390 63 – 90

Kinder- und Jugendtelefon:
Das Angebot des Vereins Nummer gegen Kummer richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen Situation stecken. Erreichbar montags bis sonnabends von 14 bis 20 Uhr unter 11 6 111 oder 0800 – 111 0 333. Am Sonnabend nehmen die jungen Berater des Teams Jugendliche beraten Jugendliche die Gespräche an.

Muslimisches Seelsorge-Telefon: Die Mitarbeiter von MuTeS sind 24 Stunden unter 030 – 44 35 09 821 zu erreichen. Ein Teil von ihnen spricht auch Türkisch.

Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention: Eine Übersicht aller telefonischen, regionalen, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland gibt es unter suizidprophylaxe.de.