Moabit

Streit eskaliert: Zwei Männer durch Schüsse und Stiche in Shisha-Bar verletzt

Mitten in der Nacht kommt es in Berlin-Moabit zu einem Streit in einer Shisha-Bar. Zwei Männer werden verletzt und danach festgenommen.

Vor einer Bar in Moabit fielen in der Nacht zu Mittwoch mehrere Schüsse.
Vor einer Bar in Moabit fielen in der Nacht zu Mittwoch mehrere Schüsse.Axel Billig/Pressefoto Wagner

In Berlin-Moabit sind in der Nacht zu Mittwoch zwei Männer durch Schüsse und Stiche verletzt worden. Wie die Berliner Polizei mitteilte, wurden die Einsatzkräfte aufgrund von mehreren Schüssen zu der Shisha-Bar in der Rathenower Straße gerufen.

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen dort mindestens zwei Personen gegen 0.50 Uhr in einen Streit geraten sein. Die Auseinandersetzung soll sich im Anschluss nach draußen verlagert haben.

Schusswaffengewalt in Berlin nimmt immer weiter zu

Die Polizisten fanden vor Ort einen 26-Jährigen auf dem Gehweg der benachbarten Otto-Dix-Straße mit Schussverletzungen im Oberarm. Er berichtete von mehreren Schussabgaben vor der Bar. Er wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Gegen 1.20 Uhr begab sich ein 21-Jähriger mit Schuss- und Stichverletzungen im Rücken, die er mutmaßlich bei derselben Auseinandersetzung erlitten hatte, in ein Krankenhaus. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kann eine wechselseitige Beteiligung der beiden Männer an der Auseinandersetzung nicht ausgeschlossen werden; beide wurden vorläufig festgenommen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Schüssen auf den Straßen Berlins ein. Erst am Dienstag waren in einem Lokal in Neukölln Einschusslöcher festgestellt worden. Ähnliches passierte am Wochenende, ebenfalls in Neukölln. In der Hermannstraße hatten Unbekannte auf die Scheiben einer Gaststätte geschossen.

Auch gab es zuletzt immer wieder Verletzungen durch Schüsse. In Schöneberg wurde vor etwas mehr als einer Woche etwa ein 38-Jähriger angeschossen. Fast jeden Tag wird in Berlin scharf geschossen. Die Zahl der Schusswaffenanwendungen verdoppelte sich im vergangenen Jahr nahezu. Die Polizei registrierte 1119 Fälle. (mit dpa)