Jahreswechsel

Hand „vollständig zerstört“: Kind schwer verletzt, Verdacht auf Kugelbombe

Ein Kind ist zu Silvester mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gekommen. Offenbar lag dies an der Zündung einer sogenannten Kugelbombe.

Mehrere Menschen wurden durch Pyrotechnik teils schwer verletzt.
Mehrere Menschen wurden durch Pyrotechnik teils schwer verletzt.Soeren Stache/dpa

Ein Kind hat in der Silvesternacht in Berlin durch Pyrotechnik schwerste Verletzungen davongetragen. In das Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) wurden am Neujahrstag mehrere durch Böller verletzte Personen eingeliefert. Wie das ukb auf der Plattform X mitteilte, „war darunter ein dramatischer Fall eines Kindes mit vermuteter Kugelbomben-Verletzung. Eine Hand ist vollständig zerstört und am Körper müssen weitere tiefe Verletzungen versorgt werden“.

Das ukb vermeldete in der Nacht zu Donnerstag insgesamt 25 Patienten mit zum Teil schweren Handverletzungen, mit Teil- oder kompletten Amputationen von Fingern oder Teilen der Hand. Unter den Verletzten sind auch acht Kinder. Das Krankenhaus teilte weiter mit, dass es damit rechne, dass sich die Zahl der Verletzten weiter erhöhe.

Die sogenannten Kugelbomben, auch Feuerwerkskugeln genannt, enthalten verschiedene pyrotechnische Mischungen und können mehrere Kilogramm wiegen. Sie dürfen nur von staatlich geprüften Pyrotechnikern eingesetzt werden.

Kugelbomben sorgten letztes Silvester für starke Schäden

In der Silvesternacht 2024/2025 sorgten Kugelbomben in Berlin für massive Schäden. In Schöneberg explodierte eine Kugelbombe vor einem Haus und machte 36 anliegende Wohnungen unbewohnbar. Bei einer Explosion im Ortsteil Tegel wurde ein siebenjähriger Junge schwer verletzt und musste mehrfach operiert werden.

Zum aktuellen Jahreswechsel verfasste die Berliner Polizei daher gesondert einen Brief an Eltern, in dem sie vor der Gefahr durch Kugelbomben warnte. „Keinesfalls darf wieder ein Kind durch eine Kugelbombe so schwer verletzt werden wie im vergangenen Jahr“, schrieb die Polizei und mahnte zu einem vorsichtigen Umgang mit Feuerwerk.