Spritpreise

ADAC: Preis für Diesel steigt auf Allzeithoch

Am Mittwoch kostet der Liter Diesel 2,327 Euro. Damit übersteigt der Preis das letzte Allzeithoch von vor vier Jahren.

Der Preis für Diesel ist am Mittwoch auf ein Allzeithoch gestiegen.
Der Preis für Diesel ist am Mittwoch auf ein Allzeithoch gestiegen.Frank Hammerschmidt/dpa

Der Preis für Diesel ist am Mittwoch auf ein Allzeithoch gestiegen. Wie der ADAC mitteilte, kostete ein Liter am Mittwoch 2,327 Euro und übertraf damit den alten Rekord aus dem März 2022 um 0,6 Cent. 

Auch Superbenzin E10 verteuerte sich am ersten Tag des Inkrafttretens der neuen Regeln weiter: Der bundesweite Durchschnittspreis lag laut ADAC bei 2,129 Euro je Liter, ein neuer Jahreshöchststand.

Spritpreise seit Beginn des Iran-Kriegs deutlich gestiegen

Seit Beginn des Kriegs in Iran Ende Februar sind die Preise für Benzin und Diesel deutlich angestiegen. Grund dafür ist auch die Blockade der Straße von Hormus. Durch die Meerenge am Persischen Golf werden nahezu 30 Prozent des weltweiten verschifften Öls transportiert, rund ein Fünftel des weltweiten Bedarfs.

Am Mittwoch trat in Deutschland daher eine neue Regelung für Tankstellen in Kraft. Die Preise für Benzin und Diesel dürfen fortan nur noch einmal am Tag erhöht werden. Seit Beginn des Kriegs ist Diesel um rund 55 Cent und Super E10 um etwa 31 Cent teurer geworden.

Der ADAC kritisierte die Preiserhöhungen des Mittwochs als unangemessen, da der Rohölpreis zwischen 31. März und dem 1. April gesunken sei. „Die Sorge des ADAC scheint sich zu bestätigen, dass Mineralölkonzerne im Zweifel einen Risikoaufschlag machen, weil sie Kraftstoffpreise nur noch einmal täglich erhöhen können“, sagte ein Preisexperte des Autoclubs in München. Die Neuregelung reduziere das hohe Preisniveau offenbar eher nicht. „Nach Überzeugung des ADAC ist es nun Aufgabe des Bundeskartellamtes, Mineralölkonzerne zur Mäßigung zu bewegen.“ (mit dpa)