Migration

Grenzkontrollen: Zahl illegaler Einreisen innerhalb von zwei Jahren halbiert

An den deutschen Grenzen finden insbesondere seit Mai 2025 strenge Einreisekontrollen statt. Die Zahl unerlaubter Grenzübertritte ist im Vergleich zu den Vorjahren zurückgegangen.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) ordnete im Mai 2025 verschärfte Grenzkontrollen an.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) ordnete im Mai 2025 verschärfte Grenzkontrollen an.Patrick Pleul

Innerhalb der vergangenen zwei Jahre hat sich die Zahl unerlaubter Einreisen nach Deutschland halbiert. Wie aus Zahlen der für Grenzkontrollen verantwortlichen Bundespolizei hervorgeht, hat es 2025 62.526 illegale Einreisen gegeben – 2023 waren es noch 127.549. In manchen Monaten lag damals die Zahl der Einreiseversuche im fünfstelligen Bereich.

Der höchste Monatswert im Jahr 2025 belief sich laut Bundespolizei im August auf 5916 Menschen, die versuchten, die Grenze illegal zu passieren. An den deutschen Landesgrenzen finden bereits seit Mitte September 2024 wieder strengere Kontrollen statt.

242 Personen mit Asylgesuch zurückgewiesen

Im Mai 2025 veranlasste der damals neue Bundesinnenminister, Alexander Dobrindt, (CSU) eine Verschärfung der Maßnahmen an allen deutschen Grenzen. Dazu zählte auch, dass die Bundespolizei Asylsuchende an der Grenze abweisen kann – Ausnahmen gibt es etwa für Kranke oder Schwangere. Insgesamt 242 Personen waren von einer solchen Zurückweisung trotz Asylgesuch betroffen, wie aus den Zahlen der Bundespolizei hervorgeht.

Die Zahl der unerlaubten Einreisen seit der von Dobrindt veranlassten Kontrollen beläuft sich demnach auf 33.338. Davon wurden 24.440 Personen „unmittelbar an der Grenze oder im Zusammenhang mit dem illegalen Grenzübertritt zurückgewiesen oder zurückgeschoben“, heißt es weiter. Weitere 1253 Personen besaßen eine sogenannte Wiedereinreisesperre und in 1065 Fällen wurden Schleuser festgenommen.

Bereits 2024 hatte sich die Zahl illegaler Einreisen reduziert. Insgesamt 83.572 solche Grenzübertritte wurden von der Bundespolizei festgestellt. Monatlich betrachtet beliefen sich die Zahlen auf Werte zwischen 5900 und 7800 Personen.