Rund zwei Millionen Menschen haben in der Nacht zum Sonntag das kostenlose Konzert der kolumbianischen Sängerin Shakira am Strand der Copacabana in Rio de Janeiro besucht. Das teilte die städtische Tourismusgesellschaft Riotur am Sonntag mit. Bürgermeister Eduardo Cavaliere bestätigte die Zahl auf der Plattform X.
Auftritt vor dem Copacabana Palace
Die Bühne stand vor dem Luxushotel Copacabana Palace. Das Konzert begann laut der Nachrichtenagentur AP gegen 23 Uhr Ortszeit, mehr als eine Stunde später als geplant. Zum Auftakt zeichnete eine Drohnenshow nach Angaben des brasilianischen Portals Gshow einen Wolf in den Himmel, das Wappentier der Sängerin. Shakira sang Stücke wie „Hips Don’t Lie“, „La Tortura“ und „La Bicicleta“ und beendete das Konzert laut AP mit dem Song „BZRP Music Sessions #53“.
Auf der Bühne sangen auch brasilianische Künstler: Anitta, Caetano Veloso, Maria Bethânia und Ivete Sangalo traten gemeinsam mit Shakira auf. „Wir Frauen stehen jedes Mal, wenn wir fallen, ein Stück weiser wieder auf“, sagte die Sängerin laut AP an die Frauen im Publikum gerichtet.
Shakira Isabel Mebarak Ripoll, 1977 im kolumbianischen Barranquilla geboren, ist seit mehr als drei Jahrzehnten als Sängerin aus Lateinamerika international erfolgreich. Ihren englischsprachigen Durchbruch schaffte sie 2001 mit dem Album „Laundry Service“ und dem Hit „Whenever, Wherever“; später folgten Hits wie „Hips Don’t Lie“ und „Waka Waka“. Die Sängerin, Songschreiberin und Tänzerin hat vier Grammys gewonnen, wurde 2011 von der Latin Recording Academy als Person of the Year geehrt und erhielt 2025 den Grammy für das Album „Las Mujeres Ya No Lloran“.
Teil einer städtischen Konzertreihe
Der Auftritt gehört zur dritten Ausgabe der städtischen Konzertreihe „Todo Mundo no Rio“ („Alle Welt in Rio“), die laut Stadtverwaltung bis mindestens 2028 läuft. Vorher waren Madonna 2024 und Lady Gaga 2025 an der Copacabana aufgetreten.
Eine Studie der Stadtverwaltung und von Riotur beziffert den erwarteten wirtschaftlichen Effekt für Rio auf rund 800 Millionen Real, umgerechnet etwa 138 Millionen Euro, vor allem in Hotellerie, Gastronomie, Verkehr und Handel. Bürgermeister Cavaliere sagte laut AP vor dem Konzert, jeder von der Stadt investierte Real werde Rio einen wirtschaftlichen Effekt von rund 40 Real bringen.
Die Reihe soll die touristisch schwachen Monate zwischen Karneval und den traditionellen Juni-Festen stützen. Nach Angaben der Stadt hat die Konzertreihe in den vergangenen Jahren deutlich mehr Besucher nach Rio gezogen.


