Der Plattlift auf dem Nördlichen Schneeferner an der Zugspitze wird ab dem 20. März endgültig demontiert. Es ist bereits der dritte Lift im Gletscherbereich der Zugspitze, der aufgrund der fortschreitenden Gletscherschmelze weichen muss. Bereits in den vergangenen beiden Wintern stand der Lift still.
Der Grund für das Aus: Durch das Abschmelzen des Gletschers hat sich das Gelände so stark verändert, dass ein sicherer Betrieb nicht mehr möglich ist. Besonders der Ausstieg am Lift ist mittlerweile extrem steil geworden. Was einmal eine leichte, für Anfänger geeignete Piste war, hat sich in schwieriges, anspruchsvolles Gelände verwandelt. Hinzu kommt ein technisches Problem – die Seile, an denen die Liftbügel befestigt sind, hängen inzwischen zu hoch über dem Boden, weil die Eisoberfläche darunter abgesunken ist.
Der Abbau des Plattlifts reiht sich in eine Entwicklung ein, die die Folgen steigender Temperaturen im Hochgebirge besonders sichtbar macht. Der Nördliche Schneeferner, einst eines der bekanntesten Gletscherskigebiete Deutschlands, schrumpft seit Jahren kontinuierlich. Dass nun bereits der dritte Lift im Gletschergebiet zurückgebaut werden muss, verdeutlicht, wie massiv sich die Bedingungen für den Wintersport in den Alpen verändern.

