Gender Pay Gap

Gehälter: Frauen verdienen weiter weniger als Männer

Die Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen hat sich nicht verkleinert. Dabei gibt es Unterschiede zwischen den westdeutschen und ostdeutschen Bundesländern.

Die unbereinigte Lohnlücke zwischen Männern und Frauen liegt weiter bei 16 Prozent.
Die unbereinigte Lohnlücke zwischen Männern und Frauen liegt weiter bei 16 Prozent.Hannes P Albert/dpa

Die durchschnittliche Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen hat sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts verdienen Frauen 16 Prozent weniger pro Stunde als Männer. Dabei lag der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen bei 22,81 Euro – das ist 4,24 Euro niedriger als bei Männern.

Dabei handelt es sich um den sogenannten unbereinigten Gender Pay Gap. Die bereinigte Verdienstlücke entspricht dann dem unbereinigten Wert abzüglich struktureller Faktoren. Dazu zählen etwa Berufe, Beschäftigungsumfang, Bildungsstand und der Einbezug dessen, dass weniger Frauen als Männer in Führungspositionen stehen. Nach dieser Berechnung verdienen Frauen im Schnitt sechs Prozent weniger als Männer.

Weiter gibt es deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Während der unbereinigte Gender Pay Gap in westdeutschen Bundesländern bei 17 Prozent liegt, fällt er in ostdeutschen Bundesländern mit fünf Prozent deutlich geringer aus. Näher beieinander liegen die jeweiligen Werte für den bereinigten Gender Pay Gap. In den westdeutschen Bundesländern liegt er bei sechs Prozent und in den ostdeutschen Bundesländern bei neun Prozent.

Außerdem war der Verdienstunterschied mit 17 Prozent in der Privatwirtschaft höher als im öffentlichen Dienst mit vier Prozent.