Die Geflügelpest breitet sich in Berlin weiter aus. Seit dem ersten Nachweis des Virus bei zwei Kranichen im Oktober 2025 wurde der Erreger mittlerweile in mehr als 40 toten Wildvögeln im gesamten Stadtgebiet festgestellt. Neben Kranichen sind vor allem Wasservögel wie Wildgänse und Schwäne betroffen.
Der strenge Winter hat die Infektionslage nun zusätzlich verschärft. Da viele Gewässer zugefroren sind, sammeln sich Wasservögel an den verbliebenen eisfreien Stellen. Diese Konzentration erhöht das Ansteckungsrisiko erheblich.
Auch in Brandenburg wurden inzwischen mehr als 20 tote Kormorane gefunden, was auf eine regionale Ausbreitung des Virus hindeutet.
Verendete Tiere den Veterinär-Ämtern melden
Die Berliner Behörden rufen die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf. Wer tote oder erkrankte Kraniche, Wasser-, Raben- oder Greifvögel findet, sollte dies der zuständigen Veterinär- und Lebensmittelaufsicht des jeweiligen Bezirks melden.
Der auftretende Subtyp H5N1 wurde in der Vergangenheit in Einzelfällen auch auf Menschen übertragen. Kranke oder verendete Tiere dürfen deshalb keinesfalls berührt werden, auch das Sammeln von Federn ist zu unterlassen.
Eine Stallpflicht für gehaltenes Geflügel besteht derzeit noch nicht, aber die Behörden beobachten die Entwicklung.
Die berliner Behörden bitten um aktive Mithilfe der Bevölkerung. „Wer tote oder erkrankte Wasser-, Raben- oder Greifvögel findet, sollte den Fund der zuständigen Veterinär- und Lebensmittelaufsicht des Bezirks melden, damit eine Untersuchung veranlasst werden kann.“ Eine Liste der zuständigen Veterinär-Ämter findet sich auf der Seite von berlin.de.

