Die Leipziger Stiftung Friedliche Revolution hat einen Freundeskreis ins Leben gerufen, der das Erbe der beiden ostdeutschen Pfarrer und Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer und Christian Führer bewahren soll. Wie die Stiftung mitteilte, will der Zusammenschluss das gewaltlose Engagement beider Theologen für Frieden, Gerechtigkeit und Umweltschutz wachhalten. Sie ruft dazu auf, sich aktiv einzubringen
Auftaktveranstaltung in den Cranach-Höfen in Wittenberg
Am 1. Februar findet in den Cranach-Höfen der Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt eine Auftaktveranstaltung unter dem Titel „Sind wir noch zu retten?“ statt. Zu den Gästen zählen der Wittenberger Oberbürgermeister und amtierende Kirchentagspräsident Torsten Zugehör, der zu den Gründern des Freundeskreises gehört, sowie der Leipziger Sänger Sebastian Krumbiegel von der Band Die Prinzen. Der langjährige Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz, Prof. Hubert Weiger, wird ebenfalls erwartet. Auch die Töchter der beiden Theologen werden an der Veranstaltung teilnehmen.
Vermächtnisse der Friedenskämpfer aktueller denn je
Beide Theologen waren ein wesentlicher Teil der Bürgerrechtsbewegung in der DDR. Friedrich Schorlemmer war 2024 im Alter von 80 Jahren gestorben. Der Pfarrerssohn und Theologe zählte zu den prägenden Figuren der DDR-Bürgerrechtsbewegung. Er setzte sich zeitlebens für Abrüstung und Völkerverständigung ein und warb früh für die Einbindung der damaligen PDS in das politische System.
Christian Führer, langjähriger Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche, starb bereits 2014. Er erlangte vor allem durch seine montäglichen Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche große Bekanntheit.


