Forschung

Fleischklops aus der Steinzeit: Forscher produzieren Mammut-Hack

Ein von Forschern hergestelltes riesiges Fleischbällchen könnte ein neuer Meilenstein für die Ernährung der Zukunft sein.

Ein Mammut
Ein Mammutimago/Cover-Images

Ein Gaumenschmaus aus der Steinzeit: Forscher haben ein riesiges Mammut-Fleischbällchen im Labor produziert. Wie das australische Unternehmen Vow auf einer eigens für das Mammut-Fleisch erstellten Website mitteilt, stellten Forscher die kuriose Mahlzeit kürzlich im niederländischen Nemo Science Museum in Amsterdam vor. 

„Unter Verwendung neuer und innovativer Technologie wurde das Mammut-Fleischbällchen aus der DNA des ausgestorbenen Wollmammuts hergestellt und mit Teilen der DNA des afrikanischen Elefanten (einem nahen Verwandten des Mammuts) vervollständigt“, heißt es.

Es handelt sich dabei um sogenanntes In-vitro-Fleisch; es soll das Nahrungsmittel der Zukunft sein. Bei dem Verfahren wird echtes Tierfleisch mithilfe innovativer Molekulartechnologie aus den Zellen von Tieren – und nicht aus den Tieren selbst – gezüchtet.

Das Mammut-Fleischbällchen
Das Mammut-Fleischbällchenimago/Cover-Images

Im Labor kultiviertes Fleisch könnte einen niedrigeren CO₂-Fußabdruck haben als herkömmliches Fleisch, so Wissenschaftler. James Ryall, Chief Scientific Officer von Vow, bewirbt sein Produkt so: „Das wirklich Aufregende an diesem Projekt ist die Fähigkeit, ein Protein herzustellen, das seit Tausenden von Jahren nicht mehr existiert. Kultiviertes Fleisch ermöglicht es uns, die Grenzen der kulinarischen Innovation zu erweitern und völlig neue Esserlebnisse zu schaffen.“

Fleisch-Fans müssen sich allerdings noch gedulden, bis sie das riesige Bällchen verspeisen können. Noch laufen Tests, wie der menschliche Körper auf das steinzeitliche Protein reagiert. Im Amsterdamer Nemo Museum kann es aber bereits besichtigt werden.