Reformen nicht umgesetzt

EuGH-Gutachten: EU hätte Milliarden an Ungarn nicht freigeben dürfen

Die EU-Kommission gab im Jahr 2023 eingefrorene Gelder an Ungarn frei. Die Kommission schulde den Bürgern eine Erklärung, so die Chefgutachterin am Europäischen Gerichtshof.

Viktor Orbán, Ministerpräsident von Ungarn. Nach Ansicht der Chefgutachterin des EuGH hätte seine Regierung Reformen umsetzen müssen.
Viktor Orbán, Ministerpräsident von Ungarn. Nach Ansicht der Chefgutachterin des EuGH hätte seine Regierung Reformen umsetzen müssen.Michael Kappeler/dpa

Die Generalanwältin am Europäischen Gerichtshof (EuGH), Tamara Ćapeta, hat dem Gericht empfohlen, die Entscheidung der EU-Kommission zur Freigabe von rund 10,2 Milliarden Euro an EU-Mitteln für Ungarn aufzuheben. Die Kommission habe bei ihrer Entscheidung im Dezember 2023 geltendes Recht verletzt und offensichtliche Bewertungsfehler begangen, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung des Gerichts.

Berliner Zeitung

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