Die frühere Co-Vorsitzende der Grünen Jugend, Jette Nietzard, hat an Silvester mit einem Tweet erneut für Diskussionen gesorgt. Die 26-Jährige schrieb auf der Plattform X: „Männer, die ihre Hand beim Böllern verlieren, müssen zumindest keinen Wehrdienst leisten.“
Männer, die ihre Hand beim Böllern verlieren, müssen zumindest keinen Wehrdienst leisten
— Jette Nietzard (@jetteniz) December 31, 2025
Der Beitrag spielt offensichtlich auf eine Kontroverse aus dem Vorjahr an. Nach der Silvesternacht 2024/2025 mit mehreren Toten und Verletzten hatte Nietzard getwittert: „Männer, die ihre Hand beim Böllern verlieren, können zumindest keine Frauen mehr schlagen.“
Es hagelt Vorwürfe
Dieser Tweet hatte massive Kritik ausgelöst. Nietzard wurde Zynismus und eine Verharmlosung von Verletzungen vorgeworfen. Auch aus ihrer eigenen Partei gab es deutliche Kritik. Die damalige Grüne-Jugend-Chefin löschte den Beitrag später und entschuldigte sich öffentlich.
Medien wie der „Spiegel“ und die „taz“ werteten dies als Teil einer Strategie der „kalkulierten Provokation“, um Aufmerksamkeit für feministische Themen zu generieren. Die Methode wurde jedoch als kontraproduktiv kritisiert.
Provokateurin fehlte der Rückhalt in Partei
Nietzard hatte im Oktober 2025 nicht erneut für den Vorsitz der Grünen Jugend kandidiert. Als Grund nannte sie massive Anfeindungen und fehlenden Rückhalt in der Mutterpartei. Seit Dezember 2025 arbeitet sie im Büro der Grünen-Bundestagsabgeordneten Lena Gumnior.

