Politprovokateurin

Wieder Zündstoff: Nietzards Silvester-Tweet provoziert Debatte

Die ehemalige Vorsitzende der Grünen Jugend, Jette Nietzard, sorgt mit einem Beitrag auf der Plattform X zu Silvester erneut für Aufsehen. Ihr Tweet knüpft an eine ähnliche Kontroverse aus dem Vorjahr an.

Jette Nietzard
Jette Nietzarddts Nachrichtenagentur/IMAGO

Die frühere Co-Vorsitzende der Grünen Jugend, Jette Nietzard, hat an Silvester mit einem Tweet erneut für Diskussionen gesorgt. Die 26-Jährige schrieb auf der Plattform X: „Männer, die ihre Hand beim Böllern verlieren, müssen zumindest keinen Wehrdienst leisten.“

Der Beitrag spielt offensichtlich auf eine Kontroverse aus dem Vorjahr an. Nach der Silvesternacht 2024/2025 mit mehreren Toten und Verletzten hatte Nietzard getwittert: „Männer, die ihre Hand beim Böllern verlieren, können zumindest keine Frauen mehr schlagen.“

Es hagelt Vorwürfe

Dieser Tweet hatte massive Kritik ausgelöst. Nietzard wurde Zynismus und eine Verharmlosung von Verletzungen vorgeworfen. Auch aus ihrer eigenen Partei gab es deutliche Kritik. Die damalige Grüne-Jugend-Chefin löschte den Beitrag später und entschuldigte sich öffentlich.

Medien wie der „Spiegel“ und die „taz“ werteten dies als Teil einer Strategie der „kalkulierten Provokation“, um Aufmerksamkeit für feministische Themen zu generieren. Die Methode wurde jedoch als kontraproduktiv kritisiert.

Provokateurin fehlte der Rückhalt in Partei

Nietzard hatte im Oktober 2025 nicht erneut für den Vorsitz der Grünen Jugend kandidiert. Als Grund nannte sie massive Anfeindungen und fehlenden Rückhalt in der Mutterpartei. Seit Dezember 2025 arbeitet sie im Büro der Grünen-Bundestagsabgeordneten Lena Gumnior.

Der aktuelle Tweet vom Silvesterabend 2025 greift mit dem Verweis auf den Wehrdienst offenbar die Debatte über eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht auf. Er knüpft stilistisch und inhaltlich an den letztjährigen Beitrag an.