Deutschland hat sich im vergangenen Jahr zu einem der wichtigsten Ziele für Cybererpressung in ganz Europa entwickelt. Das geht aus einer aktuellen Analyse von Google hervor, die das Unternehmen am Donnerstag in München vorstellte.
Demnach stieg die Zahl der deutschen Unternehmen, deren gestohlene Daten auf sogenannten Leakseiten im Darknet veröffentlicht wurden, im Vergleich zum Vorjahr um 92 Prozent. Bei Leakseiten handelt es sich um Plattformen im nicht öffentlich zugänglichen Teil des Internets, auf denen Kriminelle erbeutete Unternehmensdaten veröffentlichen – häufig, um Druck auf die Opfer auszuüben und Lösegeldzahlungen zu erzwingen.
Der Anstieg in Deutschland fällt damit mehr als dreimal so stark aus wie im europäischen Durchschnitt, so Google.
Kleine und mittlere Unternehmen besonders gefährdet
Auffällig ist, dass Cyberkriminelle zunehmend kleinere Unternehmen ins Visier nehmen. Laut der Analyse haben 96 Prozent der auf Leakseiten aufgetauchten deutschen Opfer weniger als 5000 Beschäftigte. Das deutet darauf hin, dass gerade kleine und mittelständische Betriebe häufig nicht über ausreichende Schutzmaßnahmen gegen solche Angriffe verfügen.


