Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) plant den Verkauf einer Immobilie am Berliner Kaiserdamm. Darin befinden sich unter anderem ein Hotel und eine Bowlingbahn. Der Schritt ist Teil der laufenden Sparbemühungen des öffentlich-rechtlichen Senders, der seit der Aufarbeitung seiner Führungskrise unter erheblichem finanziellen Druck steht.
Seit 2023 hat der rbb rund 100 Stellen abgebaut, um seinen Haushalt zu konsolidieren. Dennoch rechnet der Sender für die kommenden Jahre mit weiteren Fehlbeträgen. Die bisherigen Einsparmaßnahmen reichen offenbar nicht aus, um die strukturellen Finanzprobleme des Senders zu lösen.
Der Sender hatte die Immobilie in den 1960er Jahren erworben. Inzwischen stehen laut rbb erhebliche Investitionen für die Sanierung an. Wie viel der Verkauf bringen würde, wurde bisher nicht bekannt gegeben.
Rechnungshof fordert drastische Programmkürzungen
Der Rechnungshof geht in seinen Empfehlungen deutlich weiter als der bisherige Sparkurs des Senders: Er rät dem rbb, bis zu drei Rundfunkprogramme einzusparen. Eine solche Maßnahme würde das Angebot des Senders erheblich reduzieren, könnte aber nach Einschätzung der Prüfer notwendig sein, um den rbb finanziell dauerhaft zu stabilisieren.
Der Verkauf der Immobilie am Kaiserdamm wäre damit nur ein Baustein in einem umfassenderen Sanierungsprogramm. das den Sender in den kommenden Jahren vor schwierige Entscheidungen stellen dürfte.


