Die Besatzung der Shenzhou-21-Mission hat auf der chinesischen Raumstation Tiangong ein Experiment zur Erforschung von Lithium-Ionen-Batterien unter Schwerelosigkeit abgeschlossen. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit von Energiesystemen für Raumfahrzeuge zu verbessern, wie die Chinesische Akademie der Wissenschaften (CAS) mitteilte.
Das Projekt mit dem Titel „In-situ elektrochemisch-optische Untersuchung von Lithium-Ionen-Batterien für Weltraumanwendungen" wurde vom Dalian Institute of Chemical Physics der CAS koordiniert. Besatzungsmitglied Zhang Hongzhang, ein Nutzlastexperte der CAS, leitete die Durchführung an Bord, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua.
Was Lithium-Ionen-Akkus reizvoll macht
Lithium-Ionen-Batterien gelten aufgrund ihrer hohen Energiedichte, langen Lebensdauer und Zuverlässigkeit als „Energieherz" moderner Weltraummissionen. Die Verteilung chemischer Substanzen im Elektrolyten bestimmt maßgeblich Leistung und Lebensdauer der Batterien. Auf der Erde lässt sich der Einfluss der Schwerkraft auf diese internen Prozesse jedoch nur schwer isolieren.
„Die grundlegende Herausforderung am Boden liegt in der Schwerkraft", erklärte das Institut. „Die Schwerkraft ist ständig mit elektrischen Feldern verflochten, was es schwierig macht, ihren Einfluss auf interne Batterieprozesse zu isolieren."
Die Mikrogravitationsumgebung der Raumstation bietet eine ideale Plattform, um Batterieprozesse ohne gravitationsbedingte Strömungen zu beobachten. Die Forscher erwarten, dass die Erkenntnisse bestehende Modelle zur Kopplung von Gravitations- und elektrischen Feldern verbessern werden.
Grundlage für nächste Batteriegeneration

