Die US-Burgerkette Five Guys steht in Deutschland wirtschaftlich massiv unter Druck. Wie die Rheinische Post berichtet, hat die deutsche Tochter im Jahr 2023 erneut einen Millionenverlust eingefahren – mehr als 7,5 Millionen Euro Miese. Seit dem Markteintritt 2017 summieren sich die Gesamtverluste auf über 60 Millionen Euro. Im Lagebericht ist von einer „bilanziellen Überschuldung“ die Rede, die Situation gilt als ernst.
Trotz der roten Zahlen hat die Kette ihren Expansionskurs in Deutschland bislang nicht gestoppt. 35 Standorte wurden in nur sieben Jahren eröffnet, ermöglicht durch regelmäßige Finanzspritzen der britischen Muttergesellschaft Five Guys Europe. Diese wiederum gehört zur Beteiligungsgesellschaft Freston Ventures des britischen Milliardärs Charles Dunstone. Laut Geschäftsbericht hat sich der Mutterkonzern verpflichtet, die deutsche Tochter mindestens bis Ende 2026 finanziell zu stützen.
Wirtschaftsprüfer sehen Bestandsgefährdung
Wirtschaftsprüfer von Deloitte warnen dennoch vor einer „wesentlichen Unsicherheit“ bezüglich der Fortführung des Geschäftsbetriebs. Auch die Geschäftsführung selbst spricht offen von einer „Bestandsgefährdung“. Sollte die Unterstützung aus London wegfallen, drohe dem Unternehmen die Zahlungsunfähigkeit – ein faktisches Insolvenzrisiko. Brisant ist zudem, dass die Überschuldung bereits seit dem ersten Geschäftsbericht ein Thema ist, ohne dass sich der Kurs spürbar verändert hätte.
