Die Bundeswehr hat bereits mehr als 40.000 Fragebögen an potenzielle Rekruten versandt und erste Rückmeldungen erhalten. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zeigte sich optimistisch, das Rekrutierungsziel zu erreichen.
Pistorius sieht Trendumkehr bei Einstellungen
„Ja, es funktioniert und wir haben auch schon viele Fragebögen zurückgekriegt“, sagte Pistorius beim Besuch der Offizierschule der Luftwaffe im fränkischen Roth. Konkrete Angaben zu Rücklaufquoten oder Antwortverhalten machte der Minister nicht. Repräsentative Erkenntnisse ließen sich noch nicht ableiten.
Bis Jahresende will die Bundeswehr 20.000 freiwillige Soldaten gewinnen. Pistorius verwies auf das vergangene Jahr, in dem mehr als 25.000 neue Soldatinnen und Soldaten eingestellt wurden. Laut Pistorius stelle dies ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr und das beste Ergebnis seit zwölf Jahren dar.
Es fehlen mehr als 40.000 Unterkünfte
Insgesamt sollen laut Verteidigungsministerium dieses Jahr rund 700.000 junge Menschen des Geburtsjahrgangs 2008 angeschrieben werden. Empfänger sind alle Frauen und Männer, die in diesem Jahr volljährig werden. Männer müssen den Fragebogen ausfüllen, für Frauen ist die Teilnahme freiwillig. Die Briefe enthalten einen QR-Code, eine Broschüre sowie rechtliche Hinweise.
Parallel müssten mehr als 40.000 neue Unterkunftsplätze geschaffen werden, um die wachsende Truppe unterzubringen. Dabei schaut die Bundeswehr nach Auskunft des Ministers auch, inwiefern ehemalige und noch ungenutzte Kasernen reaktiviert werden könnten. Genaue Zahlen oder Pläne nannte der Minister aber nicht.


