Die Bundespolizei hat im vergangenen Jahr 980 Messerattacken in deutschen Zügen und auf Bahnhöfen registriert.
Neben den Messerangriffen wurden demnach 2200 Sexualdelikte aktenkundig. Zudem kam es zu mehr als 5600 Gewalttaten gegen Bundespolizisten im Bahnbereich, wie der Deutschlandfunk berichtet.
Große regionale Unterschiede
Die Statistik zeigt deutliche regionale Unterschiede: Der Hauptbahnhof Leipzig führt die Liste der Brennpunkte mit über 850 registrierten Delikten an. Dahinter folgt der Dortmunder Hauptbahnhof mit mehr als 700 Vorfällen. Die Hauptbahnhöfe in Berlin und Köln verzeichneten jeweils rund 650 Fälle.
Laut dem Bericht wurden nichtdeutsche Tatverdächtige – gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung – häufiger festgestellt als deutsche Beschuldigte.
Die Veröffentlichung der Zahlen erfolgt vor dem Hintergrund einer aktuellen Debatte über Gewalt gegen Bahn-Mitarbeiter. Ein Schwarzfahrer hatte kürzlich einen Zugbegleiter tödlich attackiert. Die Bahn plant unter anderem, 200 zusätzliche Sicherheitskräfte einzustellen.


