Die Berliner Stadtreinigung (BSR) steht vor einer gewaltigen Aufgabe: Die Beseitigung des Streusplitts von den Gehwegen der Hauptstadt wird voraussichtlich bis Mitte April andauern – vorausgesetzt, es kommt zu keinem erneuten Wintereinbruch. Die BSR selbst bezeichnet die Aktion als „Mammutaufgabe", wie RBB berichtet.
Allein die BSR hat in der Winterdienstsaison 2025/2026 rund 4000 Tonnen Streusplitt in ihrem Zuständigkeitsbereich eingesetzt – deutlich mehr als in den Vorjahren. Hinzu kommen nicht erfasste Mengen, die private Reinigungsdienste und Privatpersonen gestreut haben. Eine Gesamtstatistik über die tatsächlich ausgebrachte Menge existiert nicht.
BSR gibt Hinweise zur Splittbeseitigung
Der Leiter der BSR-Straßenreinigung, Axel Koller, wandte sich am Montag an Anlieger und Hauseigentümer mit der Bitte um Unterstützung, damit die Arbeiten möglichst zügig vorangehen. Die BSR erläuterte dazu konkrete Hinweise: Kleinere Mengen bis zu zehn Litern können in einer Tüte über die Restmülltonne entsorgt werden. Größere Mengen nehmen alle 14 BSR-Recyclinghöfe kostenlos entgegen. Zusammengefegter Splitt darf am Gehwegrand liegen bleiben und wird dann von der BSR abgeholt. Ausdrücklich warnte die Stadtreinigung jedoch davor, den Splitt an die Straßenkante oder in Gullys zu fegen.
Kein frischer Splitt mehr – eingesammeltes Material geht in den Straßenbau
Neuen Streusplitt gibt die BSR ab sofort nicht mehr aus. Seit Ende Januar hatte die Stadtreinigung den Bezirken und privaten Anliegern kostenlos Material zum Streuen bereitgestellt. Über ausgewählte Bezirkshöfe wurden dabei insgesamt rund 575 Tonnen verteilt, wovon der Großteil – 485 Tonnen – an die Bezirke ging.
Der eingesammelte Splitt wird von der BSR nicht wiederverwendet. „Er wird gereinigt und im Straßenbau als Baumaterial verwendet", erklärte Koller. Der Grund: Streusplitt sei im Ausgangszustand scharfkantig, werde aber durch das Begehen stumpf und verliere dadurch seine Wirksamkeit. „Wir benutzen immer frischen", so Koller.


