Italienische Behörden haben in der Umgebung von Florenz Immobilien, Kunstwerke und Finanzwerte im Umfang von rund 20 Millionen Euro beschlagnahmt. Nach Angaben der Finanzpolizei Guardia di Finanza stehen die Güter im Verdacht, mit Vermögen gekauft worden zu sein, das der Schauspielerin Ursula Andress durch Betrug entzogen worden sei.
Auslöser der Ermittlungen war demnach eine Anzeige, die Andress in der Schweiz erstattet hatte. Die 90-Jährige hatte der Zeitung Blick im Januar gesagt, sie sei von ihrem langjährigen Finanzberater über Jahre hinweg um 18 Millionen Schweizer Franken gebracht worden. Das entspricht ungefähr 20 Millionen Euro. Der in der Schweiz tätige Vermögensverwalter war 2025 gestorben.
1962: Ursula Andress als Honey Ryder und Sean Connery als James BondCinema Legacy Collection/imago
Spur des Geldes führt zu Villen und Weinbergen
Die italienischen Behörden gehen nach eigenen Angaben davon aus, dass das Geld über ausländische Firmen weitergeleitet und mit verschleiernden Transaktionen investiert wurde. Beschlagnahmt wurden demnach elf Immobilien, 14 Grundstücke mit Weinbergen und Olivenhainen sowie weitere Kunstwerke und Finanzwerte in Florenz und im Umland. Die italienische Nachrichtenagentur ANSA und weitere lokale Medien verorten einen Teil der Güter bei San Casciano Val di Pesa südlich von Florenz. Ob es Festnahmen gab, teilten die Behörden zunächst nicht mit. Nach Angaben von ANSA lautet der Vorwurf auf Geldwäsche und Selbstgeldwäsche.
Die in der Schweiz geborene Andress wurde 1962 als erste Bond-Darstellerin weltberühmt. In „James Bond 007 jagt Dr. No“ spielte sie Honey Ryder. Später war sie auch an der Seite von Elvis Presley, Frank Sinatra und Dean Martin zu sehen.