Ein in Bulgarien ansässiges Unternehmen namens „DerKundenClub" verschickt derzeit Schreiben, in denen Empfänger als neue Mitglieder einer Eurojackpot-Spielgemeinschaft begrüßt werden – ohne dass diese jemals einen Vertrag abgeschlossen haben. Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt vor der Masche und gibt Betroffenen klare Handlungsempfehlungen.
In den professionell gestalteten Briefen wird angekündigt, monatlich 79 Euro per Lastschrift vom Konto der Angeschriebenen einzuziehen. Die angegebene IBAN ist dabei teilweise geschwärzt. Das Unternehmen behauptet, die persönlichen Daten der Empfänger von einer früheren Spielgemeinschaft übernommen zu haben. Woher die Daten tatsächlich stammen, ist nach Angaben der Verbraucherzentrale bislang ungeklärt.
„Die uns bekannten Betroffenen teilen mit, in keinerlei Vertragsbeziehung zu ‚DerKundenClub' zu stehen", erklärte Joshua Jahn, Pressesprecher der Verbraucherzentrale Brandenburg. Eine Mitgliedschaft in einer Spielgemeinschaft ohne Zustimmung der Betroffenen zu unterstellen, sei rechtlich nicht zulässig, so Jahn weiter.
So sollten Betroffene reagieren
Die Verbraucherzentrale Brandenburg rät, sich von der seriös wirkenden Aufmachung der Post nicht verunsichern zu lassen. Angeschriebene sollten stattdessen schriftlich Widerspruch einlegen und darin ausdrücklich bestreiten, jemals einen Vertrag mit dem Anbieter geschlossen zu haben. Darüber hinaus empfiehlt die Verbraucherzentrale, die eigenen Kontobewegungen in den kommenden Wochen besonders aufmerksam zu prüfen.
Sollte es trotz Widerspruch und fehlendem Vertrag zu einer unberechtigten Abbuchung kommen, können Betroffene die Lastschrift innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen bei ihrer Bank zurückbuchen lassen. Dieses Recht besteht unabhängig davon, ob bereits ein Widerspruch beim Absender eingegangen ist.


