Ermittler haben zwei Männer im Alter von 51 und 56 Jahren als mutmaßliche Hehler von rund 300.000 gestohlenen Mehrwegtransportboxen identifiziert. Die Kunststoffbehälter, die im Lebensmittelhandel hauptsächlich für den Transport von Obst und Gemüse eingesetzt werden, sollen die Verdächtigen als Hehlerware erworben und anschließend weiterverkauft haben. Der Gesamtschaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf rund 840.000 Euro – jede einzelne Box ist mit einem Pfand von 3,50 bis 3,86 Euro belegt.
Bei den Durchsuchungen machten die Beamten einen beachtlichen Fund: Neben mehr als 8000 weiteren Pfandboxen stellten sie etwa 950.000 Euro Bargeld sicher. Darüber hinaus beschlagnahmten die Ermittler zahlreiche Datenträger und Mobiltelefone. Diese sollen nun ausgewertet werden, um laut Polizei „Hinweise auf den Verbleib der noch fehlenden Kisten zu gewinnen".
Erheblicher finanzieller Schaden
Das Mehrwegtransportboxen-System funktioniert im Lebensmittelhandel nach dem Pfandprinzip: Händler und Lieferanten zahlen für jede Box einen festen Pfandbetrag, der bei Rückgabe erstattet wird. Werden die Boxen aus dem Kreislauf entwendet und als Hehlerware weiterverkauft, entsteht den betroffenen Unternehmen ein erheblicher finanzieller Schaden – wie in diesem Fall in Höhe von fast einer Million Euro.
Die Ermittlungen dauern an. Insbesondere die beschlagnahmten Datenträger könnten weitere Erkenntnisse über das Ausmaß des mutmaßlichen Hehlernetzwerks liefern.

