Die Musikerin Bettina Köster, Sängerin der einflussreichen Berliner Post-Punk-Band „Malaria!", ist im Alter von 66 Jahren in Italien gestorben. Das teilten Freunde der Künstlerin mit, wie die Zeitschrift Rolling Stone berichtete. Eine Todesursache wurde nicht genannt.
Köster zählte zu den prägenden Figuren der Westberliner Avantgarde- und Undergroundszene der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre. Ihren musikalischen Weg begann sie mit der Band Mania D, aus der später Malaria! hervorging. Die Gruppe erlangte mit Stücken wie „Kaltes klares Wasser" internationale Aufmerksamkeit und hinterließ deutliche Spuren in der Post-Punk- und New-Wave-Szene weit über Berlin hinaus.
Markante Stimme war ihr Markenzeichen
Kösters markante, dem Sprechgesang nahe Stimme wurde zu ihrem unverwechselbaren künstlerischen Erkennungszeichen. Auch nach dem Ende von „Malaria!" blieb sie künstlerisch aktiv und arbeitete sowohl im Musik- als auch im Filmbereich.
Köster bezeichnete sich als nicht-binär und galt als frühe Ikone der Queer-Bewegung – eine Rolle, die sie bereits zu einer Zeit einnahm, als solche Themen in der öffentlichen Wahrnehmung noch kaum präsent waren.

