Kolumne

Hund vor Supermarkt angeleint: Darum ist manch selbsternannter Hundefreund eigentlich ein Tierquäler

Unser Kolumnist ist überrascht, wie ignorant manche Hundehalter mit ihren Tieren umgehen und dabei für Aufruhr vor dem Supermarkt sorgen.

Hunde sind nicht immer glücklich, sondern leiden auch mal unter ihren Menschen.
Hunde sind nicht immer glücklich, sondern leiden auch mal unter ihren Menschen.imago/imagebroker

Es ist bemerkenswert, wie ignorant manche Leute sind. Neulich war in unserem Keller die Menge an leeren Pfandflaschen so groß, dass ich mal wieder einige Kisten ins Auto stapeln und zum Leergutautomaten bringen musste. Es war so viel, dass ich mir am Laden gleich zwei Einkaufswagen holen wollte. Doch genau neben den Wagen war ein Hund angeleint.

„Vorsicht bitte, der Hund“, sagte ein Mann. Ich reagierte etwas genervt, weil dort vor dem Laden immer ein paar Punks oder Obdachlose sitzen und sehr aggressiv um Geld bitten, gern auch fordernd: „Du willst mir doch bestimmt zwei Euro geben oder wenigstens ein Bier aus deinem Kasten?“ Oder ihre Hunde balgen sich vor der Tür, sodass sich niemand hineintraut. Solche Situationen sind höchst kontraproduktiv, weil sie selbst mich, als Sympathisanten der Armen, völlig genervt zurücklassen.

Berliner Zeitung

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