Ringbahnbrücke

Kommentar: Verkehrschaos an der A100 – hurra, wir leben noch!

Kaum ist die Ringbahnbrücke in Berlin gesperrt, wird wieder vom Staatsversagen gesprochen. Was spricht dafür und was dagegen?

Die gesperrte Ringbahnbrücke an der A100 gehört zum wichtigsten Verkehrsknotenpunkt im Westen von Berlin.
Die gesperrte Ringbahnbrücke an der A100 gehört zum wichtigsten Verkehrsknotenpunkt im Westen von Berlin.Jens Kalaene/dpa

Hurra, wir haben überlebt! Es ist so gut wie nichts passiert an der A100. Die Ringbahnbrücke an einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Westen von Berlin ist nicht eingestürzt. Niemand ist gestorben, niemand ist verletzt. Die Brücke steht noch. Sie wurde zwar sofort gesperrt, und das auch gleich für die nächsten Jahre, weil sie nicht mehr zu retten ist. Aber sie steht noch.

Das soll nicht zynisch klingen oder fatalistisch. Es ist erst mal echte Dankbarkeit. Natürlich könnte nun in den großen Chor eingestimmt werden, der auch diesen Fall als Beispiel für einen gescheiterten Staat ansieht – speziell für eine gescheiterte Stadt namens Berlin. Und natürlich ist diese pessimistische Sicht nicht abwegig, weil wirklich viel schiefläuft in diesem Land und in dieser Stadt. Aber erst einmal ist der Fall Ringbahnbrücke ein gutes Beispiel dafür, dass noch immer etwas funktioniert in diesem Staat und in seinen Behörden.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar