Debatte

Social-Media-Verbot: Warum Schülervertreter Nein sagen

Jennifer Rosin vom Landesschülerausschuss warnt vor den Folgen eines Banns bis 16 Jahre. Das Beispiel Australien auch in Deutschland anzuwenden, sieht sie nicht.

Jennifer Rosin, Vorsitzende des Berliner Landesschülerausschusses, kritisiert Schnellschüsse der Politik beim digitalen Jugendschutz.
Jennifer Rosin, Vorsitzende des Berliner Landesschülerausschusses, kritisiert Schnellschüsse der Politik beim digitalen Jugendschutz.Markus Wächter/Berliner Zeitung

Australien machte es Ende 2025 vor und nun scheinen viele im Rest der Welt folgen zu wollen: Immer mehr Länder erwägen oder planen ein Verbot der Nutzung sozialer Medien durch Jugendliche. In Deutschland finden von Bundeskanzler Friedrich Merz bis zur Grünen-Vorsitzenden Franziska Brantner fast alle eine Einschränkung gut. Diskutiert wird unter anderem über einen nach Alter gestaffelten Zugang zu Social Media, den die SPD ins Gespräch gebracht hat. Soziale Medien scheinen in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit zur Zigarette der nach 2010 geborenen Generation Alpha geworden zu sein. Das Bedürfnis, junge Menschen vor Schaden zu bewahren, ist groß.

Schülersprecher kritisieren, dass Stimmen aus der betroffenen Alterskohorte in der Diskussion zu wenig Gehör finden. Jennifer Rosin, Vorsitzende des Berliner Länderausschusses, warnt vor einer Scheindebatte. Sie skizziert einen alternativen Weg zu mehr Jugendschutz in der digitalen Welt.

Berliner Zeitung

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