Berlin

„Sie waren Nachbarn“: Wie sich eine Initiative um das Schicksal jüdischer Hausbewohner kümmert

Hausbewohner gedenken ihrer einstigen Nachbarn – warum in der Jagowstraße in Moabit nun elf Stolpersteine liegen.

Georg Frank recherchierte zu den einstigen jüdischen Bewohnern seines Hauses, seit Sonntag erinnern elf Stolpersteine an ihr Schicksal.
Georg Frank recherchierte zu den einstigen jüdischen Bewohnern seines Hauses, seit Sonntag erinnern elf Stolpersteine an ihr Schicksal.Katrin Bischoff/Berliner Zeitung

Der erste Stein, der an diesem Sonntagmittag von Gunter Demnig in der Jagowstraße vor der Hausnummer vier in die Erde geschlagen wird, ist Johanna Meyer gewidmet: Jahrgang 1886, deportiert am 17. November 1941, ermordet acht Tage später. Daneben legt der Künstler den zweiten Stein mit Messingplatte. Darin eingraviert ist der Name von Alfred Meyer, des Ehemanns von Johanna, der am selben Tag von den Nationalsozialisten deportiert wurde. Auch er überlebte nicht.

Berliner Zeitung

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