Denkmal

Turnvater Jahn in der Hasenheide: Neukölln ringt um historische Wahrheit

Eine Frauen-Initiative fordert die Entfernung der Friedrich-Ludwig-Jahn-Statue in der Hasenheide. Er sei Antisemit, Chauvinist, Militarist gewesen.

Vertreterinnen des Netzwerks Frauen in Neukölln und der Grünen bei ihrer Protestaktion Anfang März
Vertreterinnen des Netzwerks Frauen in Neukölln und der Grünen bei ihrer Protestaktion Anfang MärzHenk Hogerzeil/Berliner Zeitung

Ein Frühlingsvormittag in der Hasenheide in Neukölln: Die Sonne scheint schon warm über dem Park unweit des Hermannplatzes, ein Lüftchen weht Papierabfall über die strapazierte Wiese am quietschbunten Hindutempel, erste Vögel zwitschern. Und die Polizei ist auch schon da – aber nicht wegen der Dealer, die wie immer am Rand des Hauptweges ihren Geschäften nachgehen. Sondern wegen knapp zwei Dutzend Personen, die sich auf dem Platz vor dem Denkmal für Friedrich Ludwig Jahn versammelt haben. Jahn lebte von 1778 bis 1852 und ging als „Turnvater“ in die deutsche Geschichte ein.

Berliner Zeitung

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