Friedrichshain

„Jetzt werden hier Fakten geschaffen“: Abriss von SEZ hat begonnen

Das Spaßzentrum war zu DDR-Zeiten ein beliebter Treffpunkt für Menschen aus allen Teilen des Landes. Jetzt ist Schluss.

Die Abrissarbeiten am Gebäude des SEZ haben begonnen.
Die Abrissarbeiten am Gebäude des SEZ haben begonnen.Olaf Wagner

Der Bagger ist nicht zu überhören. Immer tiefer gräbt er sich in das frühere Sport- und Erholungszentrums (SEZ) an der Landsberger Allee in Friedrichshain. Ein Mitglied der Initiative, die sich für den Erhalt des Gebäudes eingesetzt hat, ruft die Polizei und fordert den sofortigen Baustopp.

Das Landesdenkmalamt hatte zuvor den Denkmalschutz für den DDR-Bau an der Landsberger Allee in Berlin-Friedrichshain abgelehnt. Damit war für Bausenator Christian Gaebler (SPD) der Weg frei, auf dem SEZ-Areal mehr als 500 Wohnungen zu errichten, die die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) bauen soll.

„Fakten statt Diskussionen“

Der Grünen-Abgeordnete und Unterstützer der Initiative sowie Sprecher für Stadtentwicklung, Julian Schwarze, sagt: „Jetzt werden hier Fakten geschaffen. Fakten statt Diskussionen.“ Zu DDR-Zeiten besuchten über 20.000 Menschen aus allen Teilen des Landes täglich das 1981 eröffnete SEZ.

Verantwortlich für die Immobilie ist die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM), die die Abriss- und Wohnungspläne des Senats umsetzen soll. Nur eine Skulptur, ein paar markante Gebäudeträger und ein Sprungturm sollen in dem neuen Quartier an das SEZ erinnern.


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