Friedrichshain

Hilfe, ein Gutmensch: Wie ich anderen half und dafür fast angegriffen wurde

Ist „Gutmensch“ wirklich ein Schimpfwort? Diese Frage stellt sich auch bei einer überraschenden Begegnung am Berliner Spendenzaun.

An diesem Spendenzaun ist alles perfekt organisiert mit Körben, Bügeln und Schränken.
An diesem Spendenzaun ist alles perfekt organisiert mit Körben, Bügeln und Schränken.Jens Blankennagel/Berliner Zeitung

Neulich wurde ich mal wieder in die Nähe eines Gutmenschen gerückt und bekam natürlich einen Schreck. Denn wenn es so etwas gibt, wie das Unwort der vergangenen Jahrzehnte, dann der Begriff Gutmensch. Dabei müsste man Menschen, die Gutes tun, doch eigentlich halbwegs gut finden.

Aber der Begriff wird negativ benutzt, als verbale Waffe. Er unterstellt Leuten, zwar Gutes zu wollen, aber meist nicht nur gut zu handeln, sondern übermoralisierend, selbstgerecht, immer mit dem Blick auf den erhofften Beifall von Gleichgesinnten und lieber politisch viel zu korrekt, als mit einem klaren Bezug zum echten Leben.

Berliner Zeitung

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