Mensch & Neugier

Medien-Mythen zerstört: Warum "Gaffen" doch nicht tötet

Glotzen und Fotografieren am Unfallort sollten  hässliche Massenphänome sein. Forschung verwirft  vermeintliche Wahrheiten über Rettungseinsätze.

Schaulustige stehen auf dem Sachsendamm auf einer Brücke und beobachten einen Unfall. Sie heißen nicht mehr abwertend „Gaffer“, sondern, verständnisvoll: Zuschauende.
Schaulustige stehen auf dem Sachsendamm auf einer Brücke und beobachten einen Unfall. Sie heißen nicht mehr abwertend „Gaffer“, sondern, verständnisvoll: Zuschauende.dpa

Gaffen tötet! So lautete der eingängige Claim einer Aufmerksamkeitskampagne: knackig, zielgenau, ein Coup der Werbeleute von Scholz & Friends zum „brisanten“ Thema „Gaffen am Unfallort“. Angeblich würden Schaulustige die Rettungskräfte immer wieder bei der Arbeit stören. So sagte es auch der Partner der Werbeleute, die Johanniter-Unfallhilfe. Mit Smartphone und Social Media stellten Gaffer eine ernsthafte Gefahr dar, genau in Momenten, in denen Minuten über Leben und Tod entscheiden.

Berliner Zeitung

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